Lebensweg von Albertus Magnus

1193 wird Albert von Bollstädt in Lauingen an der Donau geboren

1209-1233 Student in Padua, Eintritt in den Orden der Dominikaner, Priesterweihe

1228 Abschluss des Studiums, Priesterweihe

1234 Lehrer im Dominikanerkloster Hildesheim; das Dominikanerkloster befand sich dort,
wo heute in der Nachbarschaft unserer Schule das Paulus-Heim liegt

1244 Thomas von Aquin wird Schüler von Albert

1245-1248 Albert lehrt als Universitätslehrer in Paris

1254-1257 Albert wird Leiter der Dominikaner für Deutschland und besucht zu Fuß alle 36 Klöster;
in dieser Zeit erkundigt sich der stets lernbegierige Albert in Goslar auch nach dem vorhandenen Erzbergbau

1258 stiftet Albert Frieden zwischen dem Erzbischof von Köln und der Bürgerschaft dieser Stadt

1260-1262 Albert ist Bischof von Regensburg, nachdem ihn der Papst auf seine Bitte hin aus diesem
Amt wieder entlassen hat, widmet er sich als gläubiger Mensch intensiv der Erforschung der Natur

1280 Albert stirbt in Köln

1941 ernennt ihn der Papst zum Patron der Naturforscher

Lebenslauf von Albertus Magnus

Albertus Magnus wurde um 1200 in Lauingen (Bayrisch Schwaben) geboren. Sein genaues Geburtsjahr wird auf 1193 geschätzt. Übersetzt bedeutet sein Name "Albert, der Große". Er war der Sohn des Grafen von Bollstädt. Schon als Junge beobachtete Albertus aufmerksam die Natur in Feld, Wald und Wasser. Ab 1222 studierte er an der Universität Padua. Dort trat er dann auch 1223 in den Dominikanerorden ein. Als "Bruder Albertus" wurde er zum Priester geweiht und studierte in den verschiedenen dominikanischen Ordensniederlassungen (z.B. Köln, Hildesheim und Freiburg) Philosophie und Theologie. Einer seiner Schülern in Köln war Thomas von Aquin.

Mit ihm zusammen ging er nach Paris. Dort erwarb er 1245 an der Pariser Universität den Magistergrad. Nach drei Jahren (1248) kehrte er zurück nach Köln und übernahm die Leitung der dortigen Ordensschule. Albertus reiste ab 1257 zu Fuß von Kloster zu Kloster durch den ganzen Westen Europas. Seine Aufgabe war die Kontrolle der Einhaltung der strengen Ordensregeln. Papst Alexander IV. ernannte ihn1260 zum Bischof von Regensburg.

Während seiner zweijährigen Amtszeit ordnete er die zerrütteten Verhältnisse in dem heruntergewirtschafteten Bistum Regensburg. Ihm ist es zu verdanken, dass das kirchliche Leben in seiner Diözese zu neuer Blüte kam. Nach seinem Amtsrücktritt 1262 kehrt er in das Kölner Dominikaner-Kloster zurück. Danach bereiste er 1263/64 Böhmen und Deutschland und warb in vielen Predigten für den 7. Kreuzzug. Bis 1266 lehrte er in Würzburg und Straßburg.

Papst Urban IV. kam seiner Bitte nach und erlaubte ihm wieder, in die Stille seiner Studierstube in Köln zurückzukehren. Köln wurde nun sein Wohnsitz. Albertus war ein theologischer Lehrer und mittelalterlicher Naturwissenschaftler. Er war Experte in den Fächern Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Astronomie und Geographie. Wegen seinem allumfassenden Wissen wurde er "Doktor Universalis" genannt. Albertus Magnus überragte seine Zeitgenossen auch durch seine umfangreichen philosophischen Kenntnisse.

Durch eigene sorgfältigen Beobachtungen widersprach er gelegentlich auch den großen griechischen Philosophen. Albertus´ Gelehrsamkeit umfasste auch arabisches und jüdisches Gedankengut. Seine Wiederentdeckung der Naturwissenschaft ergab sich aus der Einführung der Mittelalterlichen Scholastik, die er mit begründete. In den letzten Jahren seines Lebens bereitete er sich in seiner Mönchszelle auf den Tod vor. 1279 errichtete er sein Testament und starb am 15.11.1280. 1622 wurde der fromme Gelehrte von Papst Georg XV. selig gesprochen. Papst Pius II. sprach ihn am 16.12.1931 als Kirchenlehrer heilig.